Daten, Fakten und Perspektiven

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Daten stehen im Mittelpunkt jedes Rechenzentrums. Für die Weiterentwicklung der Branche selbst braucht es ebenfalls eine fundierte Daten- und Faktenlage. Dafür wurde eine umfassende Studie zu Österreichs Rechenzentren in Auftrag gegeben. Hier finden Sie aktuelle Erkenntnisse zum Status quo, zu Marktchancen und künftigen Entwicklungen des Standorts.

Key-Facts zum Rechenzentrumsstandort Österreich*

Hoher ökonomischer Beitrag von KI & Cloud

Der Bedarf an Rechenzentrumsinfrastruktur wird durch rechenintensive Technologien wie Künstliche Intelligenz und Cloud-Anwendungen in den kommenden Jahren deutlich steigen. Damit verbunden ist enormes wirtschaftliches Potenzial. Grafik 1 zeigt, dass es schon jetzt Sektoren gibt, die eine doppelt so hohe KI-Nutzung haben wie der EU-Schnitt. Bei vollständiger Ausschöpfung des KI-Potenzials könnte die österreichische Bruttowertschöpfung um 18 % steigen.

Auch die Cloud entfaltet erhebliche Produktivitätseffekte wie Grafik 2 verdeutlicht: Für Österreich wird für 2024 bis 2030 ein ökonomischer Beitrag von rund 50 Mrd. Euro erwartet – bei niedriger Prognose mit einem Nutzungsgrad von Cloud bei Unternehmen bis zu 66 %. Bei Erreichen des EU-Ziels einer Cloud-Nutzung von 75 % sind es dann sogar 59 Mrd. Euro.

Wachstum und Struktur der Rechenzentrumskapazitäten

Die steigenden Rechenzentrumskapazitäten werden voraussichtlich vor allem durch den Ausbau von Colocation- und Hyperscale-Rechenzentren gedeckt. Für Europa wird erwartet, dass der Anteil der Colocation-Zentren von rund 35 % im Jahr 2023 auf 48 % im Jahr 2028 steigt. Maßgeblich dafür ist die zunehmende Nachfrage der Hyperscaler, die verstärkt auf Colocation-Kapazitäten zurückgreifen. 

Insgesamt dürfte sich die gesamte Rechenzentrumskapazität je nach Region in den kommenden Jahren verdoppeln bis verdreifachen. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die erwähnte stark wachsende Nachfrage nach leistungsfähiger Infrastruktur für KI-Anwendungen. Die Grafik verbildlicht damit den strukturellen Wandel hin zu größeren, leistungsfähigeren und zunehmend KI-adäquaten Rechenzentren.

Sind Sie an der gesamten Studie interessiert?
Dann kontaktieren Sie bitte ADCA Generalsekretärin Doris Volkmann unter doris.r-volkmann@austriandatacenter.org.

* Quelle: Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica im Auftrag der Austrian Data Center Association, Endbericht März 2026.